265: Von der Juristin zur Expertin

Shownotes

„Kann ich mich in den ersten drei Berufsjahren überhaupt schon als Expertin sehen?“ Und: „Was ist, wenn mir noch die klassischen Beweise für meine Expertise fehlen?“ Genau diese Fragen begegnen mir bei Juristinnen immer wieder. Viele glauben, sie müssten erst einige Jahre Berufserfahrung sammeln, einen Fachanwaltstitel erwerben, promovieren oder andere sichtbare Nachweise vorweisen, bevor sie ihre Expertise selbstbewusst benennen dürfen.

Ich kenne dieses Gefühl aus meiner eigenen Karriere sehr gut. Obwohl ich promoviert hatte, bereits vor meinem Berufseinstieg ein externes Gutachten zu meinem Dissertationsthema verfasst hatte und zu diesem Themengebiet angefragt wurde, habe ich mich lange nicht als Expertin verstanden. Rückblickend weiß ich: Dieses Zögern hat mich Sichtbarkeit und berufliche Chancen gekostet. In dieser Podcastfolge zeige ich dir deshalb, warum Expertise kein Status ist, den du irgendwann „erreichst“, sondern eine kontinuierliche Entwicklung – und wie du deinen Weg von der Juristin zur Expertin bereits heute für deine Positionierung nutzen kannst.

Diese Folge ist genau richtig für dich, wenn du wissen willst:

  • warum du nicht auf Berufsjahre, Titel oder Zertifikate warten musst, bevor du deine vorhandene Expertise sichtbar positionierst.
  • weshalb dein Expertinnenstatus kein fester Zeitpunkt, sondern eine kontinuierliche fachliche und persönliche Entwicklung ist.
  • warum nicht nur Fachwissen und formale Qualifikationen zählen, sondern auch deine Persönlichkeit, Stärken und individuellen Erfahrungen Teil deiner Expertinnenpositionierung sind.
  • wie du erkennst, an welchen Stellen du deine eigene Kompetenz bislang kleiner machst, als sie tatsächlich ist, und dadurch Sichtbarkeit und Chancen verschenkst.
  • wie du kleine Alltagsmomente – von Meetings und Mandantengesprächen über Networking bis LinkedIn – nutzen kannst, um deine Expertise klar und selbstbewusst zu benennen.

🔊 Die Shownotes zur Folge findest du hier: https://anja-schaefer.eu/folge265/

Schön, dass es dich gibt. Willkommen in meiner Welt und dir viel Spaß beim Hören.

Let’s network! Deine Anja 💛


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Du machst den Unterschied. Wenn nicht du, wer dann?

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Juristinnenmachen-Karriere-Podcast mit mir, Lok Daniel Schäfer.

00:00:06: Und zu dieser Folge zweihundertfünfundsechzig!

00:00:10: Vor kurzem habe ich bei den Karrierepowerworkshops im August zwei Fragen bekommen die viele der Teilnehmerinnen umgetrieben haben.

00:00:20: Anastasia hat mich gefragt Habe ich nicht richtig verstanden dass man in den ersten drei Berufsjahren eher schwer Experten sein kann?

00:00:30: oder sollte man sich schon da, oder eben früher als solche sehen?

00:00:37: und Nastaran hat ergänzt.

00:00:40: Was ist wenn ich noch nicht so wirklich Beweise für meine Expertise, für meinen Expertinnenstatus habe?

00:00:47: Dann fühle ich mich nicht besonders stark in diesem Bereich!

00:00:52: Zwei Fragen ein Thema Darf ich bereits als Nachwuchsjuristin, als Expertin mich verstehen und als solche auftreten?

00:01:04: Und damit von anderen wahrgenommen zu werden wenn die klassischen Beweise wie beispielsweise jahrelange Berufserfahrung erfolgreich abgeschlossene Projekteverfahrenmandate oder eben entsprechende Fortbildung und Titel wieder LLM noch fehlen.

00:01:24: Ich kenne das Gefühl noch gut aus meiner eigenen Tätigkeit als Anwältin, also ich war ja auch mal Berufseinstegerin.

00:01:32: Ich bin in einem Fachbereich damals eingestiegen, indem sehr viele berufserfahrene Kollegen und Kolleginnen tätig waren.

00:01:41: In meinem ersten oder zweiten Jahr der Berufstätigkeit hat mein Chef damals das dreißigjährige Berufsjubiläum gefeiert und auch dreizig Jahre Anwalt in der Kanzlei.

00:01:53: Wir schauen uns deshalb in dieser Folge gemeinsam an, warum du auch die ersten null bis drei Jahre Berufserfahrung für deine Positionierung als Expertin oder eben als zukünftige Expertin nutzen kannst.

00:02:12: Zum zweiten Video auch ohne die typischen Beweise auftritt.

00:02:17: und als drittes Was mich meine eigene Zurückhaltung... Ich habe lange geglaubt, ich muss Fachanwältin sein.

00:02:28: Also ich muss den Fachanwaltstitel haben bevor ich als Expertin auftreten kann.

00:02:33: also was mich meiner eigenen Zurückhaltung gekostet hat und was sich heute rückblickend anders machen würde.

00:02:40: Übrigens genau diese Fragen rund um das Thema Positionierung als Expertin bespreche ich praxisnah mit den Teilnehmerinnen der Karriere Power Workshop.

00:02:54: Das ist ja mein kostenfreies online Workshop Format, die nächste Runde ist im Oktober und war vom zwanzigsten bis Und du kannst dich bereits jetzt dafür anmelden unter www.ania-cheffer.u.

00:03:11: slash Karriere, denn dein Erfolg ist kein Zufall!

00:03:15: Er ist das Ergebnis davon dass die richtigen Menschen wissen wer Du bist und was Du kannst.

00:03:24: Lass ich also heute von mir inspirieren Motivieren und Informieren.

00:03:29: holt ihr mit dieser Folge vom Juristinnen-Machen-Karriere Podcast wieder sofort umsetzbare Erfolgtipp.

00:03:35: heute zum Thema Positionierung und Personal Branding.

00:03:40: Und damit zu deiner Sichtbarkeit online wie offline, insbesondere eben als Nachwuchsjuristin, als Wiedereinsteigerin beispielsweise nach einer Elternzeit oder nach einer längeren Pause.

00:03:53: also Tipps und Tools, die dich als Juristin weiterbringen und deine Karriereziele angehen und erreichen lassen.

00:04:00: Und das natürlich leicht schnell und mit anderen!

00:04:06: Ich bin Dr.

00:04:07: Anja Schäfer, Karrierementorin und Business Coach für Juristinnen.

00:04:11: In nur wenigen Jahren bin ich als Expertin für Networking & Female Leadership in Kanzleien offline wie online sichtbar und bekannt geworden.

00:04:20: Zudem habe ich mir in relativ kurzer Zeit ein großes Gutes und belastbares Netzwerk, an Gleichgesinnten, an Kolleginnen und Kollegen sowie anderen Partnerinnen aufgebaut welches meine Expertise und meine Mission nämlich Juristinnen machen Karriere – Ausrufezeichen?

00:04:39: – weiter trägt.

00:04:40: Davor war ich acht Jahre als Anwältin in einer großen mittelständischen Kanzlei tätig so dass mir die Karrieren Herausforderungen von Juristen in einem weitgehend männlich geprägten Umfeld gut bekannt sind.

00:04:55: In diesem Podcast profitierst du von meinen Strategien, Tools & Tips und denen meiner Gäste!

00:05:02: Du bekommst Einblicke in mein alltägliches Tun in puncto Sichtbarkeit als Expertin – und damit in strategisches Personal Branding pro aktive Selbstmarketing und zielfokussiertes Networking.

00:05:16: Du erfährst, wie du deine eigenen Vorhaben in den Fokus nimmst als Expertin und Persönlichkeit offline und online sichtbar wirst sowie dir ein nachhaltiges und stabiles Netzwerk auf- und ausbaust.

00:05:32: Dadurch kannst du als Juristin mit deiner Expertise bekannt und anerkannt werden sein und bleiben – mit den richtigen Personen in Kontakt kommen sowie dich beruflich weiterentwickeln Und leicht deine persönlichen Karriere und oder Business-Ziele erreichen.

00:05:52: Denn du machst den Unterschied, wenn nicht du wär' dann!

00:05:55: Dir jetzt viel Spaß beim Hören, Let's Network – und danke dass Du diese Podcastfolge mit Deinen Kolleginnen teilst.

00:06:08: Die bereits erwähnten Fragen von Anastasia & Nastaran.

00:06:12: die stehen in dieser Folge stellvertretend für ein Gefühl was viele Juristinnen in den ersten Berufsjahren kennen Aber eben auch darüber hinaus, nämlich das Gefühl sich den Expertinnenstatus erst verdienen zu müssen.

00:06:30: Erst arbeiten zu müssen bevor man als solche auftreten kann.

00:06:37: Das betrifft zum einen entsprechende Titel Doktortitel LLM Zertifikats Fortbildungen zur Mediatorin oder was auch immer Zum zweiten die praktische Berufserfahrung in Jahren und zum dritten eben erfolgreich abgeschlossene Vorhaben, Mandate, Projekte, Verhandlungen was auch immer.

00:07:02: Und dabei geht es eben nicht nur um die Frage ob du dich selbst als Expertin fühlst sondern eben auch darum ob du als solche auftrittest und von anderen wahrgenommen wirst.

00:07:17: Das sind ja die drei Säulen der Juristinnen machen Karrieremethode.

00:07:23: Wie ich dir etwas ausführlicher in der Folge twohundertsechzig vorgestellt habe, ist noch gar nicht so lange her.

00:07:31: Die Folge ist vor vier Wochen erschienen.

00:07:33: Hör also da sehr gerne mal rein!

00:07:35: Du findest diese auch in den schonen Not verlinkt unter www.ania-cheffer.u slash Folge zweihundert sechzig.

00:07:44: In dieser Folge geht es um Denkfehler, die eng mit der Säule eins der Juristinnen machen Karrieremethode zusammenhängen.

00:07:57: Die ich dir in der Folge zweihundertsechzig ausführlicher vorgestellt habe und eine etwas abgewandelte Grafik von der juristinnen Machen-Karriere Methode findest du in den Shono zu dieser Folge unter www.ania-cheffer.eu slash folge zweieinhalbund sechzig.

00:08:15: Wir schauen uns heute den Aspekt an, als Experten sichtbar werden.

00:08:22: Und zwar geht es darum sich als Expertin zu verstehen, dich als Experte zu positionieren und zwar das zu einer Zeit wo du das Gefühl hast dass du eben noch keine wirkliche Expertin bist!

00:08:40: Lass uns damit anfangen warum die klassischen Beweise in meinen Augen falsche Messlatte sind.

00:08:50: Bevor ich auf die beiden im Intro genannten Fragen der beiden Teilnehmerinnen im Einzelnen eingehe, lohnt sich ein Schritt zurück.

00:08:59: beide Fragen kreisen im Kern um dieselbe Unsicherheit nämlich um die Sorge sich selbst zu früh oder zu unrecht als Expertin zu sehen, um dann eben auch als solche aufzutreten.

00:09:16: Und das ist ja eine Sorge die uns Frauen viel mehr beschäftigt als die Jungs und diese Sorge hat immer zwei Seiten.

00:09:24: zum einen Die innere wie sehe ich mich selber?

00:09:27: Wie verstehe ich mich?

00:09:30: Und die äußeren nämlich wie kann ich das beweisen?

00:09:35: Schauen wir uns das jetzt mal etwas ausführlicher an.

00:09:39: Anastasia hat mich gefragt, habe ich dich in dem Workshop richtig verstanden?

00:09:44: Dass ich bereits in den ersten drei Berufsjahren als Expertin auftreten kann?

00:09:51: oder ist es eher nicht der Fall?

00:09:54: und da kann ich ganz klar sagen Der Expertinnenstatus ist ja keine starre Schwelle.

00:10:02: also man kann nicht sagen Ich baue fünf Jahre, um Experten zu sein.

00:10:06: Oder erst mit zehn Jahren Berufserfahrung bin ich Expertin oder erst wenn ich die Promotion abgeschlossen habe und ein Doktortitel habe?

00:10:15: oder bin ich Expertin?

00:10:17: Oder was ich lange geglaubt habe?

00:10:19: Erst wenn ich tatsächlich die Urkunde zum Fachanwaltstitel in der Hand habe kann ich als Expertin auftreten sondern Die eigene Expertenpositionierung ist genauso wie die eigene Personal Brand eine Momentaufnahme.

00:10:37: Und zwar von dem Punkt, an dem ich heute stehe und gleichzeitig den Punkt wo ich zukünftig sein will.

00:10:47: Das bedeutet eben Ich kann mich bereits als Expertin sehen auch wenn ich noch nach meinem Verständnis erst auf dem Weg dahin bin.

00:11:00: Also es ist die richtige Möschung aus, wer bin ich heute oder wo stehe.

00:11:04: Ich heute und wo will ich hin?

00:11:08: Ganz klar ist natürlich in den ersten Berufsjahren baue ich die Expertise erst auf!

00:11:15: Und das jetzt auch aus meiner Perspektive gilt auch wenn Eigentlich schon wirkliche Expertise mitbringe.

00:11:22: Ich bin ja als promovierte Juristin in den Anwaltsberuf gestattet und hatte vor dem Einstieg an den Anwaltsberuf bereits drei Jahre meines Lebens in eine Promotion investiert, ich hatte sie auch abgeschlossen.

00:11:37: also ich durfte den Titel schon führen wie ich in den Anhalsberuf eingestiegen bin.

00:11:42: Ich hatte zusätzlich noch einen Mastertitel oder ich habe zusätzlich ein Mastertitle.

00:11:48: nicht wirklich hausieren gehe.

00:11:51: Und trotzdem habe ich geglaubt, Ich bin noch keine Expertin und kann nicht als solche auftreten!

00:11:57: Das ist ein falsches Verständnis von dem eigenen Expertenstatus und auch davon was ich von meiner Expertise sichtbar machen kann und sollte wenn ich darf auf jeden Fall diesen Prozess zur Expertin werden, für meine Sichtbarkeit nutzen.

00:12:19: Das ist das eine.

00:12:21: und zum zweiten kann ich eben fehlende tatsächliche Fachexpertise und fehlenden Berufserfahrungen durch Engagement und durch persönliche Qualitäten am Anfang ausgleichen.

00:12:34: Und jetzt noch so aus meiner Perspektive gesprochen.

00:12:38: Ich habe ja angefangen, im Jahr two-thausend neun als Anwältin und ich bin glaube ich erst zwei tausend zwölf oder dreizehn zur Fachanwälte zugelassen worden.

00:12:49: Ich hab zwar den Kurs relativ zeitnah gemacht, aber dann eben entsprechend gebraucht bis ich die Fälle zusammen hatte.

00:12:57: Ich sage dazu gleich noch ein bisschen mehr.

00:12:59: und diese Ja, ich würde jetzt mal sagen so die drei bis fünf Jahre meiner Berufserfahrung oder meine Berufstätigkeit.

00:13:08: Die habe ich nicht wirklich für meine Positionierung genutzt.

00:13:12: also ganz klare Ansage an dich du brauchst nicht erst einen Fachanwaltszettel oder was auch immer um dich mit deiner Expertise sichtbar zum sich als Expertin zu verstehen sondern du kannst Bereich diesen Kurs Zeit, wie es braucht bist du zur Fachanwältin zugelassen bist für deine Expertinpositionierung nutzen.

00:13:39: Und die Antwort auf Nastarans Frage nach den klassischen Beweisen also was ist wenn ich eben nicht so viele Jahre an Berufserfahrung vorweisen kann?

00:13:49: Wenn ich noch nicht zu viele erfolgreich abgeschlossene Verfahren habe.

00:13:55: Wie kann ich das ausgleichen, wenn ich das Gefühl habe.

00:13:59: Ich hab noch nicht wirklich was zu bieten und da lade ich dazu ein sich bewusst zu machen dass das etwas ist, was sich ja erst über die Zeit oder über die Jahre aufbaut.

00:14:11: Das ist total in Ordnung, wenn ich jetzt so das aus meiner Perspektive betrachte.

00:14:15: Wie gesagt, Ich bin eingestiegen als junge Anwältin und mein Chef hat dreißig Jahre Berufserfahrung vorweisen können.

00:14:21: Und er hat wirklich nur als Anwalt gearbeitet und da war ganz klar ein Expertin.

00:14:30: Unterschied an Expertise, an Wissen, an Know-how, an praktischer Erfahrung.

00:14:35: aber dass es etwas, was dich nicht unbedingt daran hindern sollte den Weg, den du gehst für deine Sichtbarkeit zu nutzen.

00:14:47: Und eben nicht so wie ich draufzuwatten mit untereben jahrelang bis du den Nachweis hast also das Stück Papier auf dem steht Fachanwältin für Verwaltungsrecht sondern Expertise ist etwas was tut dir erarbeitest, was eben mit der Zeit kommt und die Papierenden Nachweise oder die PDF über den Doktortitel, über den Fachanwaltstitel.

00:15:14: Die Nachweise im Sinne von Jahren an Berufserfahrung.

00:15:18: das sollte dich nicht davon abhalten wenn du das noch nicht hast trotzdem deinen Wert deine Qualitäten zu sehen um diese entsprechend sichtbar zu machen.

00:15:30: es geht also von der inneren Haltung zum sichtbaren Verhalten.

00:15:37: Es geht also im ersten Schritt darum, sich als Expertin zu verstehen und dann auch als solche zu positionieren.

00:15:45: Und ich erlebe das nicht nur bei mir sondern sehe das auch immer wieder an meinen Kundinnen.

00:15:50: ein schönes Beispiel ist die Dr.

00:15:52: Karin Fremel-Kück, die auch schon im Justinen-Machencare Podcast zu Gast war Und Karin, die war Teilnehmerin vom Juristinnen-Machen-Karriere-Bootcamp.

00:16:03: Meinem erfolgsabrogten Gruppenprogramm in Punkt Positionierung Personal Branding und Networking für JuristInnen.

00:16:10: Karin war beim Bootcamp – ich habe damit angefangen im Jahr hier in der ersten Runde – und bei Karin ging es darum, sie war schon ein paar Jahre im Beruf.

00:16:24: Sie war auch promoviert, aber in ihrer Expertinnen-Positionierung noch unsicher und zu wenig spezifiziert.

00:16:33: Ihre wichtigste Erkenntnis aus dem Juristinnenmachen-Karrierebootcamp war, wenn du Expertin für ein bestimmtes Thema bist, aber dich nicht als solche positionierst, dann brauchst du dich nicht zu wundern!

00:16:46: wenn andere dich nicht als solche wahrnehmen oder nicht weiter empfehlen.

00:16:51: Und ich habe das ja selber sozusagen am eigenen Live erlebt, ne?

00:16:54: Wenn ich so meine Tätigkeit als Anwältin sehe... Ich hab erst relativ spät damit angefangen mich mit meiner Expertise auch zu positionieren und zwar durch ganz klares strategisches und proaktives Selbstmarketing!

00:17:13: Ich habe immer gedacht, meine Leistung spricht schon für mich Und das tut sie eben nicht.

00:17:18: Das habe ich ja auch im Podcast schon des Öfters erzählt, dass Leistung nicht automatisch für die entsprechende Außenwirkungen sorgt, für die entsprechend Personal Brand.

00:17:27: Ich hab' das eben erlebt, dass nur die Vortragsanfragen, die Mandatsanfragen zum Termin beim Mandanten wahrzunehmen... eben nicht an mich als Expertin herangetragen wurden, sondern eben an meine Kollegen.

00:17:45: Ich sage immer die Herren quasi-Experten, die ein bisschen was von dem Thema gehört hatten aber nicht so tief drin gesteckt haben wie ich und das lag einfach daran dass sie mit einer anderen inneren Haltung und einem anderen innerer Selbstverständnis unterwegs waren und nicht so viele Beweise für ihren Expertinnen oder Expertenstatus brauchten, um sich eben als solcher zu verstehen und entsprechend aufzutreten.

00:18:14: Und ich habe es ja bereits erwähnt.

00:18:16: Ich selber war ja schon Expertin bevor ich in den Beruf eingestiegen bin und hab das eben auch lange nicht so gesehen.

00:18:24: Ich habe promoviert dann habe ich als Anwältin angefangen Und ich hatte sogar zu meinem Dissertationsthema vor dem Einstieg als Anwältin schon an externes Gutachten geschrieben für ein damals sehr großes, namhaftes Unternehmen.

00:18:40: Die sind so über drei Ecken auf mich gekommen.

00:18:45: Ich habe auch regelmäßig Anfragen bekommen für Vorträge für Austausch und auch Mandatsanfragen zu dem Themengebiet meiner Promotion.

00:18:55: Und trotzdem habe ich mich lange nicht als Expertin verstanden, sondern erst wie ich tatsächlich den Fachanwaltstitel führen durfte.

00:19:06: Wie du dir sicher denken kannst hat es länger gedauert als die drei Jahre.

00:19:10: bei mir war diese Situation so dass in der Kanzlei noch ein Kollege war.

00:19:13: Der war ja länger in der kanzlei und ich musste erst dessen Liste füllen eh vor allen Dingen die gerichtlichen Verfahren auf meine Liste bekommen habe.

00:19:21: Und das hat mich wirklich ausgebremst, es hat mich ausgebremst in meinem eigenen Selbstverständnis als Expertin aber eben auch in meiner Sichtbarkeit nach außen damit mich andere als Experten wahrnehmen und damit mein Netzwerk, meine Expertise weiter trägt.

00:19:39: Also es hat mir wirklich Jahre gekostet und damit Zeit, die ich trotz Promotion Trotz Gutachten, trotz wirklicher Fachexpertise nicht wirklich für meine Karriere nutzen konnte oder nicht so genutzt habe wie es tatsächlich möglich gewesen wäre.

00:20:02: Haar Einblicke in dieses Thema gebe ich auch in der Folge zweiundfünfzig.

00:20:06: Bist du wirklich eine Hochstaplerin?

00:20:07: Ist ja auch ein Gefühl was wir Frauen gut kennen hört doch da sehr gerne mal rein.

00:20:12: Und ein drittes Beispiel, was ich noch mitgebracht habe oder einen dritten Real Talk ist etwas, das nicht wirklich mit Jura zu tun hat.

00:20:20: Was ich aber da bin ich mir sicher auch schon mal im Podcast erzählt habe.

00:20:25: Ich hab ja im Rahmen meines Studiums einen Auslandssemester gemacht und habe ein Semester in Torun in Polen verbracht Und das ist über eine Stipendienorganisation gelaufen.

00:20:35: Ich habe damals meine Sprachkenntnisse angeben müssen, ich weiß nicht mehr welche Zahlen die hatten aber wenn ich jetzt heute die Skala von eins bis zehn nehme dann hab' ich mir ne Eins- bis Eins Komma fünf gegeben und ich wäre sicher eine drei gewesen, wenn ich gar noch ein bisschen besser war weil ich hab zwar nicht wirklich geredet, aber ich hab schon ne ganze Menge verstanden.

00:20:56: Bin danach nach dem... Nach diesem Auslandssemester mitgeht in diesem Verein geworden, der die Stipendien vergeben hat und habe für diese Organisation sechs Jahre lang in einer Auswahlkommission für Steppenmedien gesessen.

00:21:12: Aber also sechs Jahre haben wir uns zweimal im Jahr getroffen und haben dann Stipendiens für Studienaufenthalte, die Sprache-Aufenthalter in Polen vergeben.

00:21:21: Und ich hab's da eben sehr häufig erlebt dass Frauen die eigenen Sprachfähigkeiten runtergelistet haben, also wo man locker noch zwanzig Prozent bis dreißig Prozent drauf setzen musste und bei den Jungs war es eben genau ungekehrt.

00:21:41: Was du daraus mitnehmen kannst ist wenn du dich dabei unwohl fühlst etwas über deine Expertise zu sagen.

00:21:47: Du denkst das ist jetzt eigentlich zu viel dann ist das genau der Moment wo du nicht zurücktreten solltest, sondern wo du dich mit deiner Expertise positionieren solltest.

00:22:03: Denn dann wenn wir Frauen das Gefühl haben es ist eigentlich too much Wir fühlen uns unwohl Es könnte ein bisschen zu viel sein Dann ist es.

00:22:12: so ist meine Erfahrung in der männlich geprägten Arbeitswelt gerade richtig.

00:22:18: Das ist die realistische Einschätzung Die aber eben nicht immer zu unserem persönlichen Gefühl passt.

00:22:26: Okay, ich werde jetzt gleich noch drei Stellschrauben oder drei Erfolgstipps mit dir teilen.

00:22:32: Doch zunächst ein kurzer Hinweis zum nächsten Networking Trainingsabend.

00:22:36: der ist nämlich nächste Woche Dienstag am fünfzehnten September.

00:22:42: und da geht es um das Thema wie kann ich Kontakte bereits bestehende Kontakte für mich nutzen?

00:22:51: Also am fünften September von nineteen bis einundzwanzig Uhr zum Thema Netzwerkpflege mit Strategie, wie du als Juristin bestehende Kontakte gezielt vertiefst und nutzt.

00:23:01: Die Anmeldung ist kostenfrei unter www.ania-cheffer.eu.

00:23:05: slash webinar minus Netzwerken.

00:23:08: Jetzt komme ich zu den drei Stellschrauben Und zwar Zum einen Expertise Als Prozess zu verstehen und nicht als Fixpunkt.

00:23:18: zum zweiten Das Persönlichkeit zählt und eben nicht nur die Titel, das ganz besonders im Anfang deiner beruflichen Karriere.

00:23:28: Und zum Dritten, dass du kleine Alltagsmomente bereits für deine Sichtbarkeit nutzt statt auf den klassischen großen Beweis zu warten!

00:23:40: Lass mich anfangen, mit der Stellschraube eins Expertise als Protest zu verstehen und nicht als Fixpunkt.

00:23:47: Das habe ich ja bereits in der Folge erwähnt.

00:23:49: es gibt also keinen festen Zeitpunkt ab dem du eben eine richtig fertige Expertin bist sondern der eigene Expertenstatus ist immer eine Momentaufnahme Und hier ist super wichtig auch immer wieder den Blick zurück für sich zu nutzen, also regelmäßig zu reflektieren.

00:24:13: Wo stehe ich heute und wo stand ich vor vier Wochen von einem halben Jahr oder vor einem Jahr?

00:24:19: Also nimm immer mal wieder dir ein aktuelles Projekt vor an dem du über einen längeren Zeitraum gearbeitet hast und reflektiere das am Ende und frage dich was hat mir das jetzt?

00:24:36: Also die Frage, die ich dir mitgeben will ist.

00:24:39: Wo hast du in den letzten Monaten und Wochen Expertise oder Erfahrung aufgebaut?

00:24:47: Also Know-how oder Erfahrungen, dass du bisher noch nicht aktiv für deine Positionierung und für deine Sichtbarkeit nutzt?

00:24:56: zum zweiten Stellschraube zwei Persönlichkeit statt nur Fokus auf die Titel und das ganz besonders am Anfang der eigenen beruflichen Laufbahn.

00:25:09: Denn das ist auch meine eigene Erfahrung, dass wir als Juristinnen bei einem Berufseinstieg mit Persönlichkeit überzeugen können, besonders wenn eben noch die Jahre an Berufserfahrung fehlen!

00:25:26: Und das ist nicht ein Trostpflaster, die eigene Persönlichkeit.

00:25:30: Sondern eine wirkliche Stärke!

00:25:33: Wir sind Menschen und wir wollen mit Menschen zu tun haben.

00:25:37: Wir im juristischen Bereich haben ja eine Dienstleistung, die man nicht anschassen kann... ...die man nicht probieren kann wie beim Bäckernstück Brot beispielsweise,... Die man nicht riechen kann.

00:25:48: Wir packen hier unser Wissen in unser Know-how, in eine Leistung die eben nicht fühlbar erfahrbar ist und da ist es eben super wichtig.

00:25:57: Die eigene Persönlichkeit mit reinzubringen dann das macht dich erlebbar, das macht ich hinaber, das mache ich greifbar.

00:26:05: und da auch immer wieder zu schauen was schätzen andere an Diamandantinnen oder Kolleginnen?

00:26:12: Zuverlässigkeit Deine Kommunikationsarten, bestimmte Herangehensweise und das sind Positionierungsbausteine unabhängig von jeglichem Titel.

00:26:23: Also frag dich welche Rückmeldung hast du in letzter Zeit bekommen die auf deine Positionierung als Expertin einzahlt?

00:26:33: Und wie kannst Du dir das bewusst machen und wie kannst du das für deine Sichtbarkeit nützen?

00:26:39: Das gilt besonders für die Kolleginnen, die noch im Berufseinstieg unterwegs sind oder für die, die relativ breit aufgestellt sind.

00:26:48: Und das betrifft ja viele Unternehmensjuristinnen, die eher Generalistinnen sind als jetzt Spezialistinnen in einem bestimmten Gebiet wo es also auf die Vielseitigkeit ankommt Und wo die Vielseitigkeit ein Alleinstellungsmerkmal ist, beziehungsweise als solch genutzt werden kann.

00:27:10: Ich habe darüber in der Folge zweihundertzweiunddreißig gesprochen also wie kann ich meine Vielseidigkeit und meine Generalistenrolle als meine Expertise verstehen?

00:27:21: Das bin ich damals von Unternehmensjuristinnen bei den Karriere Power Workshops gefragt worden.

00:27:26: Wenn das ein Thema ist, was sich umtreibt dann höre sehr gern rein unter www.ania-cheffer.u.

00:27:32: slash.

00:27:32: Folge zwei drei zwei.

00:27:36: Die Stellschraube Nummer Drei ist kleine Alltagsmomente für deine Sichtbarkeit zu nutzen statt auf den großen Beweis zu wagen und dabei schon mit dem Selbstverständnis einer Expertin aufzutreten wie auch im Blick auf das Ergebnis, auf die Expertinnenpositionierung nimmt und nicht eben nur auf den heutigen Status quo.

00:28:02: Denn Sichtbarkeit beginnt eben nicht erst mit dem großen Vortrag oder dem Fachartikel oder den zig erfolgreich abgeschlossenen Mandaten oder den X-Jahren an Berufserfahrung sondern eben in vielen kleinen Momenten im Gespräch in einem LinkedIn-Kommentar im Austausch mit Mandantinnen beim Networking for Art.

00:28:28: Entscheidend ist es, das Ganze im Gespräch nicht zu negieren – ich bin noch nicht so lange im Job beispielsweise, habe noch nicht XR in Berufserfahrung oder zu relativieren sondern eben klar für sich zu verstehen was man bereits kann und was die eigenen Qualitäten sind und das auch zu benennen.

00:28:50: Hier lade ich dich ein, bewusst darauf zu achten was sagst du über dich?

00:28:55: Über deine Expertise.

00:28:57: Über dich im Beruf wenn dich andere fragen und mal zu schauen relativierst du bestimmte Dinge oder trittst du da ganz klar auf?

00:29:07: also bei welcher Gelegenheit hast Du Dich zuletzt kleiner gemacht als du tatsächlich warst?

00:29:13: hier habe ich noch einen Hör-Tipp für dich nämlich die Folge hundred ninety-fünfundneinzig.

00:29:17: das spreche ich.

00:29:19: Das Thema auf dem Weg in die Expertenenliga verlinke ich auch in den Show notes für dich.

00:29:26: Was hast du jetzt aus dieser Folge mitgenommen?

00:29:28: Zum einen, dass dein Expertinnenstatus eine Momentaufnahme ist und kein Fixer wert, den du irgendwann erreicht oder eben heute noch nicht erreicht hast.

00:29:39: zum zweiten das klassische Beweise wie Berufserfahrung erfolgreich abgeschlossene Mandate oder ein Fachanwaltstitel nicht die Voraussetzung dafür sind, dass du dich tatsächlich erst dann als Expertin verstehen kannst und als solche auftreten darfst wenn du diese Nachweise hast sondern das diese mit unter von Dingenabhängen auf die du gar keinen Einfluss hast.

00:30:07: Das hat ja meine eigene Geschichte gezeigt Mit dem Ergebnis, dass Du eben den Prozess dahin schon für Deine Sichtbarkeiten für deine Expertinnenpositionierung nutzen solltest.

00:30:18: Dann zum Dritten nimmst du mit und das ist auch keine neue Erkenntnis im Podcast, dass wir Frauen uns häufig viel niedriger einschätzen.

00:30:27: Also eine Unterschätzung.

00:30:29: Und immer dann wenn du das Gefühl hast es eigentlich zu much gerade richtig ist Das Expertin zu sein.

00:30:36: als Viertes nicht ausreichend sondern dass es eben wichtig ist Dass Du als solche dich positionierst und eben entsprechend nach außen Auftritts und dafür die Momente nutzt, die dir der Alltag bietet.

00:30:51: Und als Fünftes das Persönlichkeit am Anfang der Laufbahn zumindest so viel zählt wie fachliche Tiefe.

00:30:59: und du wirst es erleben dass der Stellenwert von Persönlichkeit in unseren heutigen KI getriebenen Zeiten nicht abgenommen hat sondern eher an Stellenwert hinzugelegt hat.

00:31:12: Also du musst nicht auf ein Titel, auf eine bestimmte Anzahl an Berufsjahren oder den perfekten Nachweis wie Zichtverhandlungen oder Verfahren warten um dich als Expertin zu verstehen.

00:31:25: Dich als solche zu proszessionieren und in deinem Netzwerk sichtbar zu machen.

00:31:30: Denn je länger Du wartest, umso länger läufst Du unter dem Radar Und damit versichtest Du auch eine Sichtbarkeit die dir eigentlich zusteht.

00:31:41: Also Experten wirst du eben nicht erst mit dem Fachanwaltstitel, sondern in dem Moment, indem Du aufhörst auf den Expertinnenstatus an sich zu warten.

00:31:53: Sondern indem Du Ihren Dir selber gibst, dich als solche positionierst und nach außen sichtbar machst.

00:31:58: Was kannst Du bereits heute tun?

00:32:01: Das ist mein Umsetzungstipps aus der Folge- ... ähm... ... zweihundertfünfundsechzig für Dich, dir fünf Minuten Zeit zu nehmen!

00:32:09: und mal für dich zu reflektieren, was ist ein Satz der dich ausbremst?

00:32:13: Und das ist etwas, was wir bei den Karrierepower-Workshops regelmäßig machen.

00:32:17: Dass wir gemeinsam überlegen, was sind so die eins bis drei relevanten Sätze, die mich ausbrenzen, die nicht unterstützen?

00:32:26: Wie kann ich diese für mich anders formulieren, anders denken damit die mich eben entsprechend supporten.

00:32:34: Da hilft es sehr, sich die aufzuschreiben andere Formulierungen zu finden damit ich das in meinem Kopf anders denken kann und gegenüber anderen Personen zukünftig anders formuliere.

00:32:49: Bei mir war das lange eben.

00:32:51: Ich brauche noch den Fachanwaltstitel um mich als Expertin zu sehen und um als Experten aufzutreten Und heute weiß ich, dass das eben der falsche Gedanke war.

00:33:04: Sondern ich bin ja schon dabei, Experten zu werden und der Fachernwildenwaldstitel ist eben nur Einbaustein dafür!

00:33:12: Das ist super wichtig immer wieder für sich zu schauen was sind meine Bremsen?

00:33:16: Was sind die Hürden, die mich sozusagen einschränken?

00:33:20: und wie kann ich das für mich anders denken damit ich eben das für me genutzen kann.

00:33:25: Damit es mich supportet und nicht mehr ausbremst Und wenn du mehr zu diesem Thema wissen willst, dann wie gesagt melde dich sehr gerne für die Karriere Power Workshops an vom zwanzigsten bis zweiundzwanzigste Oktober.

00:33:39: Alle Infos dazu unter www.ania-cheffer.eu.

00:33:41: slash karriere oder alternativ lass uns gerne zu einem Karriere-Info-Call treffen, bringen deine Themen mit.

00:33:49: Wir schauen gemeinsam drauf und ich bin mir sicher dass du eine ganze Menge Tipps aus diesem Info Call für dich mitnehmen kannst.

00:33:55: Dein Wunschtermin reservierst du unter www.ania-cheffer.eu.

00:34:00: slash info minus call.

00:34:02: Und jetzt kann ich nur noch sagen Du machst den Unterschied.

00:34:05: wenn ich du wär dann bis zum nächsten Mal!

00:34:09: Schön das du heute dabei warst.

00:34:12: Wenn du Feedback zu dieser Folge hast Dann schreibe mir gerne an podcastatania-cheffer.eu, höre auch beim nächsten Mal wieder rein und frage dich bis dahin welchen einen Schritt du heute für deine Karriere und oder Businessziele und damit für deine Sichtbarkeit als Expertin tun kannst!

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