258: Emotionale Intelligenz als Hebel für deine Karriere als Juristin: Die 5 Bausteine des EQ

Shownotes

Stell dir folgende Situation vor: Du sitzt in einem schwierigen Gespräch mit einer Mandantin oder mit Führungskräften, die du in deinem Unternehmen berätst. Dein Gegenüber ist aufgebracht, spricht laut und wirft mit Vorwürfen um sich. Du hast die Fakten auf deiner Seite, rechtlich ist deine Position wasserdicht – und trotzdem läuft das Gespräch in die falsche Richtung. Oder du bekommst konstruktives Feedback von einer Vorgesetzten. Fachlich ist es hilfreich, doch emotional beschäftigt es dich noch Stunden später. Du grübelst, bist angespannt und kommst innerlich nicht mehr richtig zur Ruhe. Genau in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig Emotionale Intelligenz im juristischen Berufsalltag wirklich ist.

In dieser Podcastfolge geht es deshalb um Emotionale Intelligenz nicht als diffuses Schlagwort, das irgendwo zwischen Soft Skills und Coaching-Rhetorik herumschwebt, sondern als konkrete, erlernbare Kompetenz. Ich nehme dich mit durch die fünf Bausteine des EQ und zeige dir, warum Emotionale Intelligenz für Juristinnen weit relevanter ist, als viele zunächst denken. Denn deine Kompetenz endet nicht bei Paragrafen, Logik und Sachlichkeit. Sie zeigt sich auch darin, wie bewusst du mit Gefühlen – deinen eigenen und denen anderer – umgehst.

Diese Folge ist genau richtig für dich, wenn du wissen willst:

  • was emotionale Intelligenz wirklich ist – und warum sie nichts mit Emotions-Kram zu tun hat, sondern eine erlernbare Kompetenz darstellt
  • welche fünf Bausteine zum EQ gehören – von emotionaler Bewusstheit bis zur Empathie
  • warum Gefühle regulieren nicht dasselbe ist wie Gefühle unterdrücken
  • wie du als Juristin deine emotionale Klarheit als Karrierewerkzeug einsetzt
  • warum deine Einstellung zu Gefühlen darüber entscheidet, ob du deine emotionale Kompetenz wirklich nutzt

🔊 Die Shownotes zur Folge findest du hier: https://anja-schaefer.eu/folge258

Schön, dass es dich gibt.

Willkommen in meiner Welt und dir viel Spaß beim Hören.

Let's network!

Deine Anja 💛


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Du machst den Unterschied. Wenn nicht du, wer dann?

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Juristinnenmachen-Karriere-Podcast mit mir, Dr.

00:00:05: Anja Schäfer und damit zur Folge twohundert achtundfünfzig!

00:00:10: Stell dir folgende Situation vor du sitzt in einem schwierigen Gespräch mit Mandantinnen oder auch mit Führungskräften die Du in deinem Unternehmen berätst.

00:00:21: Dein Gegenüber ist aufgebracht Die Person spricht laut und wirft mit Vorwürfen um sich.

00:00:27: Du hast jedoch die Fakten auf deiner Seite, rechtlich ist deine Position wasserdicht.

00:00:33: Trotzdem läuft das Gespräch in die falsche Richtung.

00:00:38: Oder eine andere Situation du bekommst konstruktives Feedback von deinen vorgesetzten.

00:00:44: Konstruktiv bedeutet ja nicht automatisch positives Feedback.

00:00:49: Das Feedback ist fachlich hilfreich löst bei dir aber trotzdem eine Reaktion aus, die dich danach noch lange beschäftigt.

00:01:00: Du grübelst darüber nach, du bist angespannt, du hinterfragst dein Tun und kannst dich nicht wirklich auf deine eigentliche Arbeit konzentrieren.

00:01:09: Was passiert in einem solchen Moment?

00:01:12: Ganz einfach!

00:01:13: Gefühle, Emotionen übernehmender Steuer.

00:01:16: Und das passiert schneller als wir denken auch bei uns Juristinnen und ganz besonders dann wenn wir versuchen rational zu bleiben.

00:01:25: Was fehlt, um in diesen Situationen klar souverän und handlungsfähig zu bleiben?

00:01:31: Die Antwort ist einfach zumindestens in dieser Podcast-Folge nämlich es fehlt emotionale Intelligenz.

00:01:40: Emotionale Intelligenzen ist ein Schlagwort das mitunter auch im Zusammenhang mit Soft Skills fällt dabei nicht so wirklich passt und auch nicht wirklich erläutert wird.

00:01:54: In dieser Podcast-Folge geht es um emotionale Intelligenz als konkret erlangenbare Kompetenz, und zwar will ich dir heute fünf Bausteine der emotionalen Intelligenze beschreiben!

00:02:08: Wir schauen uns also gemeinsam an was emotionaleintelligenz wirklich bedeutet Und warum sie für Juristinnen aus meiner Perspektive relevanter ist als viele das oft glauben.

00:02:20: Zum Zweiten, aus welchen fünf konkreten Bausteinen der sogenannte EQ besteht und was du bei jedem Einzelnen tun kannst um dich weiterzuentwickeln und auch deine emotionale Intelligenz weiter zu entwickeln?

00:02:35: Drittens Warum die Einstellung zu Gefühlen entscheidet ob du deine emotionale Kompetenz überhaupt nutzt oder ob du sie jeden Tag verschenkst.

00:02:46: Denn dein Erfolg ist kein Zufall und deine Kompetenz als Juristin gehört nicht bei deiner fachlichen Expertise, und damit bei den Paragrafen auf!

00:02:57: Lass dich also heute von mir inspirieren, motivierenden informieren und hole dir mit dieser Podcast-Folge sofort umsetzbare Erfolgs-Tipps zu Personal Branding und zu Networking.

00:03:09: Und damit zu deiner Offline wie Online Sichtbarkeit als Expertin die Dich als Juristin weiterbringen und eine Karriereziele angehen und erreichen lassen.

00:03:18: Das natürlich am besten leicht schnell und gemeinsam mit anderen!

00:03:24: Ich bin Dr.

00:03:25: Anja Schäfer, Karrierementorin und Business Coach für Juristinnen.

00:03:29: In nur wenigen Jahren bin ich als Expertin für Networking und female Leadership in Kanzleien offline wie online sichtbar und bekannt geworden.

00:03:38: Zudem habe ich mir in relativ kurzer Zeit ein großes gutes und belastbares Netzwerk an Gleichgesinnten, an Kolleginnen und Kollegen sowie an anderen Partnerinnen aufgebaut, welches meine Expertise und meine Mission nämlich Juristinnen machen Karriere – Ausrufezeichen?

00:03:57: – weiter trägt.

00:03:58: Davor war ich acht Jahre als Anwältin in einer großen mittelständischen Kanzlei tätig so dass mir die Karrieren Herausforderungen von Juristenen in einem weitgehend männlich geprägten Umfeld gut bekannt sind.

00:04:13: In diesem Podcast profitierst du von meinen Strategien Tours & Tips und denen meiner Gäste.

00:04:20: Du bekommst Einblicke in mein alltägliches Tun in puncto Sichtbarkeit als Expertin, und damit in strategisches Personal Branding pro aktive Selbstmarketing- und zielfokussiertes Networking!

00:04:35: Du erfährst wie du deine eigenen Vorhaben in den Fokus nimmst – als Expertin und Persönlichkeit offline und online sichtbar wirst?

00:04:44: sowie dir ein nachhaltiges und stabiles Netzwerk auf- und ausbaust.

00:04:50: Dadurch kannst du als Juristin mit deiner Expertise bekannt und anerkannt werden, sein und bleiben – mit den richtigen Personen in Kontakt kommen sowie dich beruflich weiterentwickeln und leicht deine persönlichen Karriere oder Businessziele erreichen!

00:05:10: Denn du machst den Unterschied.

00:05:12: wenn nicht du wär dann Dir jetzt viel Spaß beim Hören, Let's Network und danke dass du diese Podcastfolge mit deinen Kolleginnen teilst.

00:05:26: Heute spreche ich über ein Thema das weder in der juristischen Ausbildung noch im klassischen juristischem Arbeitsalltag ein Thema ist und das trotzdem einen erheblichen Einfluss auf den beruflichen Alltag hat.

00:05:43: Deinen wie meinen.

00:05:44: Das Thema lautet emotionale Intelligenz.

00:05:48: Das klingt zunächst wie nach einem Thema aus dem Coaching-Bereich, aber es ist keines was ausschließlich im Coachingbereich relevant hat!

00:05:58: Es ist ein Thema für jede Juristin die täglich mit Menschen zu tun hat – Mit Mandantinnen, mit Vorgesetzten, mit Kolleginnen, mit Verhandlungspartnerinnen, Projektpartnern des Unternehmens beispielsweise.

00:06:17: Die Idee der emotionalen Intelligenz geht auf Daniel Goldman zurück, er hat das Konzept in den neunziger Jahren mit seinem Buch Emotionale Intelligenze Q populär gemacht und damals hat er Eine zu damaliger Zeit provokante These aufgestellt, nämlich beruflich erfolgreiche Menschen zeichnen sich häufig nicht durch einen außergewöhnlich hohen EQ aus sondern durch einen ausgeprägten EQ also durch emotionale Intelligenz.

00:06:50: Das bedeutet im Umkehrschluss nicht dass Fachkompetenz egal ist Im Gegenteil, aber sie reicht alleine schon lange nicht mehr und das ist ja ein Gedanke oder einen Satz der in diesem Podcast häufiger vorkommt.

00:07:04: In meinen Coachings erlebe ich es immer wieder Juristinnen die fachlich exzellent sind und trotzdem feststellen dass in ihrem Arbeitsalltag nicht alles rund läuft Gespräche die nicht so laufen wie gewünscht Reaktionen Die unverhältnismäßig erscheinen Situationen in denen Sie sich selbst im Wege stehen.

00:07:25: Diese Folge gibt dir ein Werkzeug an die Hand, das helfen kann.

00:07:30: Nämlich emotionale Intelligenz.

00:07:33: Es ist also emotionaleintelligenz und warum ist sie für Juristinnen relevant?

00:07:39: Was meiner Perspektive herrscht in der Juristerei immer noch ein Bild von Rationalität, Sachlichkeit und logischer Argumentation vor.

00:07:48: Nicht häufig begegnet einem im beruflichen Alltag die Situation oder Momente, wo Gefühle im Beruf nichts zu suchen habe.

00:07:57: So lautet für manche ein unausgesprochenes Credo an anderer Stelle wird sogar ausgesprochen.

00:08:05: aber diese Vorstellung vom juristischen Ideal hat eine Schattenseite denn Gefühlen verschwinden ja nicht einfach nur weil man sie als um professionell einstuft nicht darüber spricht, sie unter den Tisch kehrt.

00:08:19: Sie wirken sich trotzdem aus auf Entscheidungen und Beziehungen und auf die eigene Leistungsfähigkeit.

00:08:27: Was heißt daher nicht umsonst?

00:08:29: Die Informationsverarbeitung ist eingebettet in die emotionale Gesamtsituation einer Person.

00:08:38: Emotionen bilden den Rahmen innerhalb dessen Denk- und Entscheidungsprozesse stattfinden.

00:08:43: Mit anderen Worten, ob wir es wollen oder nicht.

00:08:46: Gefühle beeinflussen wie wir denken entscheiden und handeln.

00:08:51: Daniel Goldman definierte emotionale Intelligenz als die Fähigkeit die eigenen Emotionen wahr zu nehmen mit diesen umzugehen sie in den Dienst einer Sache zu stellen also sich selbst zu motivieren sowie als die fähigkeit zur Einfüllung in andere Menschen Empathie und zum kompetenten Umgang mit Beziehungen.

00:09:13: Ich will es nicht hier unter den Tisch kehren, Goldman's These ist bis heute nicht einwandfrei belegt.

00:09:21: Dennoch ist der machtvolle Einfluss von Emotionen auf die Handlungen von Menschen mittlerweile unbestritten.

00:09:29: Was du auf jeden Fall aus dieser Folge für dich mitnehmen solltest entscheidend ist nicht die Emotion an sich oder die Gefühle an sich sondern entscheidende ist die Bewusstheit Dass alle Menschen Emotionen haben und von ihnen beeinflusst werden, steht außer Frage.

00:09:48: Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in der Fähigkeit, Emotion bei sich und anderen wahrzunehmen diese zu kommunizieren, diese zu regulieren und als Orientierungs- beziehungsweise Entscheidungshilfe im beruflichen wie im privaten Alltag zu nutzen.

00:10:07: Wichtig ist dabei folgendes Emotionale Intelligenz ist kein angeborenes Talent, sondern sie besteht aus bestimmten Fähigkeiten die man erlernen und weiterentwickeln kann.

00:10:21: Genau das ist die gute Nachricht für dich!

00:10:25: Wir kommen jetzt gleich zu den fünf Bausteinen des EQ und was Sie für Dich als Juristin bedeuten.

00:10:32: doch zuvor will ich Dich einladen zum meinem nächsten networking Trainingsabend Unter dem Motto strategisch statt laut, so machst du als introvertierte Juristin Networking zu deinem Erfolgsfaktor in diesem Jahr.

00:10:50: Bei dem Trainingsabend gebe ich dir mit wie du erfolgreich auf leise Art und Weise Netzwerken kannst – und zwar ganz ohne Smalltalk Stress, Stehpartyüberforderung oder Fluchtimpuls bei Großveranstaltungen!

00:11:07: Der Networking Trainingsabend am achtzehnten Juni von neunzehn bis einundzwanzig Uhr ist kostenfrei.

00:11:12: Meld dich sehr gerne dafür an unter www.ania-schäfer.du.

00:11:16: slash Webinarminus Netzwerk.

00:11:19: Ich freue mich, wenn du mit dabei bist.

00:11:22: und jetzt zu den fünf Bausteinen des EQ und was diese für dich als Juristin bedeuten.

00:11:28: Und ich habe mich in Vorbereitung auf den Beitrag in der LTO intensiv dem Thema emotionale Intelligenz beschäftigt und natürlich auch zur Vorbereitung auf diese Podcastfolge.

00:11:41: Wenn du den Podcast schon eine Weile hörst, dann wirst du wissen dass ich gerne in Vorbereitungen auf meine Podcastfolgen recherchiere also das ein bisschen wissenschaftlich angehe um mit dir eben nicht nur Beispiele aus meiner Praxis oder aus meinem früheren Arbeitsalltag zu teilen sondern auch so ein bisschen Fakten die Hand und Fuß haben.

00:12:04: Und es gibt verschiedene Modelle zur Beschreibung emotionaler Intelligenz.

00:12:10: Heute stelle ich dir ein Modell vor, und zwar das Modell des Psychologen Professor Heiner Rindermann.

00:12:17: Zur Veranschaulichung habe ich dir eine Grafik erstellt, die du in den Schoenot zu dieser Folge unter www.ania-cheffer.du-folge-二undfünfzig findest!

00:12:27: Das Modell von Rinderman hat eben fünf Pausteine.

00:12:34: Baustein Nummer eins ist die eigenen Gefühle erkennen und verstehen.

00:12:40: Und das ist die Basis Kompetenz für den Situation angemessenen Umgang mit eigenen Gefüllen.

00:12:48: Gleichzeitig ist die Fähigkeit, die eigenen Gefühl zu erkennen und zu verstehen Die Voraussetzung für alle weiteren Bausteine emotionaler Intelligenz, die ich dir natürlich gleich noch erläutern werde.

00:13:03: Wer also die eigenen Gefühle nicht oder zu spät wahrnimmt, ist ihnen ausgeläufert.

00:13:11: Man kann sie dann nicht regulieren, man kann sie nicht kommunizieren und auch nicht nutzen.

00:13:18: Experte nennen diese Fähigkeit auch emotionale Bewusstheit oder emotionale Klarheit.

00:13:25: je früher du Ein Gefühl bei dir wahrnimmst, desto mehr Spielraum hast du für eine bewusste Reaktion oder für eine klare Kommunikation.

00:13:37: Lass es mich an einem Beispiel aus der juristischen Arbeitswelt erläutern!

00:13:41: Du sitzt im Gespräch mit Mandantinnen und ProjektleiterInnen in Unternehmen.

00:13:47: Eine Person provoziert absichtlich oder unabsichtlich.

00:13:52: Es führt jedenfalls dazu dass du dich ärgerst.

00:13:56: Wenn du das nicht erkennst, dass in dieser Situation Ärger bei dir hochkommt, wirst du impulsiv reagieren und möglicherweise einen Konflikt provozieren oder dein Gesprächsziel aus den Augen verlieren.

00:14:13: Erkennst du jedoch, dass du dich über das Verhalten deines Gegenübers ärgerst?

00:14:20: Kannst du bewusst entscheiden gehe ich jetzt diesem Ärger nach beispielsweise oder nehme ich dieses Gefühl und gehe dennoch bewusst auf mein Ziel zu.

00:14:33: Jetzt fragst, woran erkenne ich?

00:14:36: dass ich schon gut darin bin die eigenen Gefühle zu erkennen und zu verstehen dann lass mich dich folgendes sagen wenn du die Kompetenz die eigenen gefühle zur Erkennen gut entwickelt hast Dann erkennst Du Gefühlen bei dir bereits im Anfangsstadion und mit Gefühle meine ich beispielsweise Ärger, Frust, Wut aber auch Freude.

00:15:02: Du verstehst meist worauf deine Stimmung beruht und kannst dein Empfinden in Worte fassen.

00:15:09: Wenn du dagegen im Punkt du Gefühlen erkennen und verstehen noch deutlich Potenzial nach oben hast dann erkennst du Gefüle häufig erst wenn sie sehr stark sind.

00:15:20: Du kannst Stimmungsschwankungen nicht wirklich bei dir erkennen oder nimmst diese Gefühle häufig mit Zeitverzögerung wahr und kennst mitunter auch deren Ursache nicht.

00:15:34: Das war Baustein Nummer eins, die eigenen Gefühlen erkennen und verstehen.

00:15:39: Baustei Nummer zwei ist Die eigenen Gefülle beeinflussen und regulieren.

00:15:45: Hierbei geht es mir nicht darum, Gefühles zu unterdrücken oder wegzudrücken.

00:15:49: Beides funktioniert nicht, zumindest nicht langfristig.

00:15:54: Sondern es geht darum sie bewusst zu steuern und zwar bevor Sie das eigene Verhalten übernehmen.

00:16:01: ein weit verbreiteter Irrglaube ist darüber hinaus dass es gut tut negative Gefühle wie Ärgerwut oder Frustration auszuleben.

00:16:11: Die Forschung sagt ganz klar Nein.

00:16:14: der negativen gefühlenfreien Lauf lässt erholt sich schlechter davon oder steigert sich noch weiter darin hinein.

00:16:23: Sich seinem Ärger hinzugeben, bedeutet Öl ins Feuer zu

00:16:28: gießen.".

00:16:29: Noch ein Gedanke dazu es dauert übrigens mehrere Stunden bis der Körper nach einem Wutanfall die ausgeschütteten biochemischen Substanzen wieder abgebaut hat.

00:16:39: das sollte man wissen gerade in einem Beruf indem man manchmal mehrere heikle Gespräche an einem Tag zu führen hat.

00:16:49: Die andere Seite, Gefühle immer runterzuschlucken, wegzudrücken ist ebenfalls keine Lösung.

00:16:56: Sie führt nachweislich häufig zu psychosomatischen Beschwerden.

00:17:00: Die Kunst liegt dazwischen.

00:17:02: Gefühlen frühzeitig wahrzunehmen, bewusst einzugreifen und gezielt die eigene Reaktion zu wählen.

00:17:10: Ich bin mir sicher dass dir das im Arbeitsumfeld auch schon begegnet Und zwar meine ich die Situation mit kularischem vorgesetzten mitkulerischen Mandantinnen, mitkulärischen Personen.

00:17:22: Diese verbreiten häufig Angst und Geschrecken steigern aber nicht die Produktivität weder im Team noch im Mandat.

00:17:30: Du versuchst folglich diese Person von Auseinandersetzungen, von Problemen fernzuhalten weil du ja statt einer konstruktiven Lösung nur unproduktive Ärgerausbrüche erwartest.

00:17:46: Mit anderen Worten, du hast Angst und Angst bindet Energie.

00:17:51: Es hemmt Eigenverantwortung und führt keinesfalls zu tragfähigen Lösungen.

00:17:59: Woran erkennst Du?

00:18:00: ob Du bereits gut dabei bist Deine eigenen Gefühle zu erkennen und zu verstehen?

00:18:07: Wenn diese Kompetenz gut entwickelt ist dann erkennst Du deine gefühle bereits in ihrer Anfangsphase Und kannst sie modifizieren.

00:18:16: Das heißt du kannst dich in herausfordernden Situationen beruhigen, du steigerst nicht in die negativen Gefühle hinein sondern du kannst situativ bedingt loslassen.

00:18:28: Wenn du dagegen noch deutlich Potenzial nach oben hast dann bist du deinen eigenen gefühlen eher ausgeliefert.

00:18:34: Du kannst Nervosität und Angst nicht allein reduzieren Und heftige Gefülle wirken lange nach um wieder ins Gleichgewicht zurückzufinden.

00:18:45: Soweit zum Baustein zwei, die eigenen Gefühle beeinflussen und regulieren.

00:18:51: Rausstein drei lautet Die eigenen Gefülle erleben und ausdrücken können.

00:18:58: Gefühlen zu kommunizieren heißt nicht in jeder Situation zu verkünden wie du dich gerade fürst.

00:19:05: es geht darum die Emotionen verbal und nonverbal angemessen sind Ausdruck zu bringen, und zwar dann wenn es hilfreich ist.

00:19:14: Das ist nicht nur für deine eigene Gesundheit wichtig sondern auch für die Wirkung auf andere Denn in einem Meeting überzeugen ja nicht nur die Argumente.

00:19:24: Wer da seine Emotionen nicht mit reinbricht also Modulenton- und Ausdrucksarm spricht wird häufig nicht gehört Auch wenn er oder sie die besseren Argumnte hat.

00:19:37: Gefühle können wir auf unterschiedliche Art und Weise zeigen, indem wir sie in Worte fassen oder non-verbalkommunizieren über Mimik-, Gästig-, Körperhaltungsstimme oder Sprechweise.

00:19:50: Wichtig ist dabei wenn körpersprachliche Signale im Widerspruch zu deinen Worten stehen dann kommunizierst du eine inkongruente Botschaft mit der Folge dass Bei deinem Gegenüber vor allen Dingen das ankommt, was dein Körper kommuniziert und nicht deine Worte.

00:20:11: Also wenn deine Wurte deiner Körpersprache, deiner Mimik, deines Gesticks widersprechen dann vertrauen wir mehr auf die Glaubwürdigkeit der nonverbalen Kommunikation.

00:20:24: Das ist wichtig zu wissen Denn nicht jede Person kann nonverbale Signale lesen.

00:20:30: Häufig kommunizieren wir nonverbal, sehr undifferenziert.

00:20:35: Von daher ist es sehr wichtig, dass du deine eigenen Empfindungen in Worte fast und deine Worte durch deine nonverbale Kommunikation unterstützt werden!

00:20:47: Wenn Du mehr wissen willst zum Thema Nonverbale-Kommunikation dann empfehle ich Dir die Podcastfolge an Hundertsechzig.

00:20:54: Da geht es darum, warum deine Ausstrahlung lauter spricht als deine Stimme oder mehr Wirkung hat als deine Worte.

00:21:04: Die Verbalisierung von Gefühlen ist wie eine Orientierungshilfe denn in Worten können wir unsere Gefühle viel differenzierter ausdrücken als es über nonverbale Kommunikation möglich ist.

00:21:18: Also die Fähigkeit, deine eigenen Gefühle auf angemessene Weise in Worte zu fassen, ist wesentlich für emotionale Intelligenz.

00:21:28: Ein Beispiel aus dem juristischen Arbeitsalltag bis in einer bestimmten Situation zu Unrecht benachteiligt worden Du schluckst den Ärger runter sagst nichts und trägst ihn still mit dir herum.

00:21:41: Deine Kollegin oder dein Kollege weiß nicht dass er oder sie eine Grenze überschritten haben.

00:21:48: Sie tut es beim nächsten Mal unabsichtlich wieder.

00:21:52: Und ich kenne selber die Situation im Arbeitsalltagnis, passiert immer und immer wieder – du hast lange nichts gesagt und irgendwann explodierst Du!

00:22:00: Das ist wenig Zielführen.

00:22:02: Viel zielführender ist es eine angemessene Ich-Botschaft zu kommunizieren und zwar ruhig klar und das idealerweise zeitnah, die dabei hilft diese Situation für die Zukunft aufzulösen also ohne Drama, ohne Eskalation und mit dem Ziel eine gemeinsame Verständigung zu erreichen.

00:22:26: Woran merkst du?

00:22:28: ob du bereits gut darin bist deine Gefühle bewusst auszudrücken?

00:22:35: Wenn du diese Fähigkeit gut entwickelt hast dann kannst du deine Gefülle zulassen und zeigen.

00:22:40: Du kannst deine eigenen Gefühlen in Worte fassen und anderen verständlich machen Und auch negative Gefühle wie Ärger, Wut, Frustration in angemessener Form zum Ausdruck bringen.

00:22:52: Wenn diese Fähigkeit noch ausbauffähig ist dann kannst du Gefühlen nicht oder kaum zulassen und zeigen!

00:23:02: Du findest selten die passenden Worte für deine Gefühler und du trickst diese Gefühles erst oft in einem fortgeschrittenen Stadium aus, dann aber häufig heftig.

00:23:17: Nummer drei ist also die eigenen Gefühle erleben und ausdrücken können.

00:23:22: Die ersten drei Bausteine sind sozusagen deine Gefühlen, es geht darum dass du dir deiner Gefühlle bewusst wirst das du diese beeinflussen kannst und dass du diese kommunizieren kannst.

00:23:40: anderer in Fokus.

00:23:41: Es geht bei Baustein vier darum, die Gefühle anderer zu erkennen und zu verstehen und bei Baustein fünf geht es darum die Gefülle anderer zu beeinflussen und zu regulieren.

00:23:54: Zu beiden Bausteinen verweise ich dich auf den Blockbeitrag, den ich zum Thema emotionale Intelligenz in Vorbereitung dieser Podcast-Folge für dich erstellt habe.

00:24:05: Denn die Ausführungen, wie du dir die Gefühle anderer erkennst und verstehst und wie du die Gefülle anderer beeinflusst und regulierst das würde jetzt den Umfang dieser Podcastfolge strengen.

00:24:18: Lass mich zum Schluss noch auf einen wichtigen Punkt eingeben nämlich Die Einstellung zu gefühlen.

00:24:27: oder anders gesagt der entscheidende Faktor ist deine Einstellung zu gefühlen.

00:24:33: Wenn du Gefühle bei der Beotteilung von Sachverhalten oder Situationen für nebensächlich, oder sogar nachteilig hältst dann wirst du dir diese nicht bewusst machen oder bewusst genug machen.

00:24:48: Du wirst diese auch nicht in deiner Orientierung erkennt und Entscheidungen mit einbeziehen.

00:24:57: Du kannst sie also nicht als Erkenntnishilfe nutzen.

00:25:01: Die Kompetenz ist an sich vorhanden, aber deine Einstellung hindert dich daran diese zu

00:25:08: nutzen.".

00:25:09: Das ist ein Punkt der mich in meinen Coachings immer wieder berührt und der mir immer wieder begegnet.

00:25:17: Juristinnen die hier vorgestellten Bausteine grundsätzlich haben und auch anwenden können Sie aber nicht nutzen, weil sie verinnerlicht haben das Gefühle im juristischen Arbeitsumfeld nichts zu suchen haben.

00:25:35: Dabei ist es wie bei einem Marathon!

00:25:38: Es reicht nicht dass du das körperliche Potenzial oder die Kondition hast diese Belastung dieser Herausforderungen durchzustehen.

00:25:46: Wichtig ist, dass du dein Ziel tatsächlich erreichen willst und Aus meiner Perspektive wesentlich für den klugen Umgang mit Gefühlen ist die Bereitschaft, die eigenen wie auch die der anderen als Orientierungserkenntnis und Entscheidungsquelle zu nutzen.

00:26:06: Indem du deine eigenen Gefühle bewusst wahrnimmst, indem du diese zu regulieren weißt, in dem du diese kommunizieren kannst aber indem du auf die Gefühlle der Anderen verstehst situativ zu beeinflussen weißt.

00:26:25: Wenn du nur die Gefühle anderer wahrnimmst, aber diese oder deine eigenen wahrnimmt, aber für unwichtig hältst, nicht relevant hältst dann wirst du deine emotionale Kompetenz nicht wirklich zu nutzen wissen?

00:26:42: Dann ist es also schade um deinen emotionalen Eko!

00:26:47: Das ist ein Thema, was dich umtreibt und du steckst in den Herausforderungen die mit der emotionalen Intelligenz einhergehen fest.

00:26:58: Und wirst wissen wie du das für deine Positionierung, für deinen Personal Branding oder für dein Networking nutzen kannst.

00:27:04: dann lasse uns auf jeden Fall miteinander sprechen.

00:27:07: Holet dir deinen kostenfreien eins zu eins Karriere Infocall mit mir Ganz einfach, buche dir deinen Termin unter www.ania-cheffer.u.

00:27:18: slash info minus call.

00:27:22: Was nimmst du aus dieser Folge mit?

00:27:25: Emotionale Intelligenz ist keine diffuse Softskill sondern eine erlernbare Kompetenz Aus fünf konkreten Bausteinen.

00:27:36: Bausteit eins Die eigenen Gefühle zu erkennen und verstehen ist die Basiskompetenz.

00:27:42: Baustein zwei, die eigenen Gefühle beeinflussen und zu regulieren bedeutet nicht, die zu unterdrücken oder ihnen freien Laufzulassen sondern diese gezielt und frühzeitig zu steuern.

00:27:57: Die Kommunikation der eigenen Gefülle baustein drei ist ein Wirkungsfaktor.

00:28:03: wer die eigenen gefühle angemessen ausdrückt wird gehört ernst genommen und wirkt souverän.

00:28:12: Gefühle anderer zu erkennen und zu verstehen, sowie diese zu beeinflussen.

00:28:16: Bausteine vier und fünf verlangt vor allen Dingen Empathie.

00:28:22: Und damit einen echten Perspektivwechsel.

00:28:25: zu dir.

00:28:25: hierzu wie gesagt mehr im Blog-Beintrag zur Podcastfolge den ich dir in den Shownotes verlinke.

00:28:34: Und so guter Letzt!

00:28:35: Die Einstellung zu gefühlen ist entscheidend ob du deine emotionale Kompetenz je wirklich nutzt oder ob du sie ständig verschenkst.

00:28:46: Wie gesagt, emotionale Intelligenz ist kein Widerspruch zu juristischer Expertise sondern eine sehr, sehr kraftvolle Ergänzung.

00:28:56: und die gute Nachricht dabei ist Du kannst diese Kompetenzen gezielt entwickeln.

00:29:04: Wenn du dich jetzt fragst, was kannst du heute ganz konkret dafür tun?

00:29:09: Habe ich jetzt noch einen Umsetzungstip für dich.

00:29:11: Nämlich, ich lade dich dazu ein dir heute Abend zehn Minuten Zeit zu nehmen deinen Tag zu reflektieren und zu schauen.

00:29:20: gab es eine Situation in der du ...deutliche emotionale Reaktion hattest, und zwar bei dir oder deinem Gegenüber.

00:29:29: Aber es ist glaube ich einfacher mit dir anzufangen!

00:29:32: Also hast du dich irgendwo geärgert?

00:29:34: Hast du dich irgendwohin unwohl gefühlt?

00:29:37: Warst Du erfreut?

00:29:38: Hast Du Erleichterung verspürt?

00:29:41: Warste frustriert?

00:29:42: Frage Dich habe ich dieses Gefühl in den Moment wahrgenommen... ...oder erst im Nachhinein?

00:29:49: Und was hat es mir über die Situation gesagt, die ich vielleicht sonst übersehen hätte?

00:29:55: Das ist der erste und zugleich der Basisschritt.

00:30:00: Die eigenen Gefühle wahrnehmen sie als Informationsquelle zu verstehen, als Orientierungshilfe und nicht als Störfaktor.

00:30:08: Wenn dir das gelingt dann bist du schon einen wesentlichen Schritt weiter denn du weißt ja Du machst den Unterschied.

00:30:15: wenn nicht Du wär' dann!

00:30:18: Schön dass du heute dabei warst.

00:30:20: Wenn du Feedback zu dieser Folge hast, dann schreibe mir gerne an podcastatania-cheffer.eu.

00:30:26: Wäre auch beim nächsten Mal wieder rein und frage dich bis dahin welchen einen Schritt du heute für deine Karriere oder Businessziele und damit für deine Sichtbarkeit als Expertin tun kannst!

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